Festtage für Michael-Ende-Begeisterte

Wahrhaft fantastisches Programm bringt einige hundert Besucher zusammen – die "Tage der Fantasie" mit Beteiligung der Bürgermeister-Schütte-Schule.

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Kategorien: Kunst & Kultur

Die Resonanz speziell am Samstag war überwältigend: Die „Tage der Fantasie" haben die Michael-Ende-Begeisterten in Garmisch-Partenkirchen zu Hunderten zusammengebracht. Mit kreativen Workshops und Mitmachaktionen ging es mittags los. Über 500 Ende-Fans sorgten am Nachmittag beim Flashmob von Musik- und Bürgermeister-Schütte-Schule (Leitung Jürgen Klier) und dem Stationen-Theater der Theatergruppe Creme Frech (Regie: Lea Wegmann) für einen Besucherrekord auf dem Richard-Strauss-Platz und im Park.

Wenn 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene „Eine Insel mit zwei Bergen" musizieren und singen, der Lokomotive Emma mit Lukas, dem Lokomotivführer (Thomas Schmitt), sowie Jim Knopf (Josh Frid) nach Lummerland, Mandala, ins Drachenland und Kummerland folgen und auf die Seeräuberbande „Wilde 13" treffen, dann geht die Post ab. „Wunderbar, dass an so unterschiedlichen Orten im Kurpark gespielt wird. Es gibt so viel zu entdecken", meinte eine Besucherin, die mit der gesamten Familie gekommen war.

Im übervollen Amphitheater zeigte Zirkus Pfarrelli eine artistische und fantasievolle Umsetzung der Momo-Geschichte (Leitung: Susanne Weber). Diese „Tage der Fantasie" mit hiesigen Kulturschaffenden, für Klein und Groß konzipiert, ergänzt durch das Knödelfest des Kiwanis-Clubs und am Sonntag durch den Gottesdienst mit Pfarrfest der katholischen Gemeinde St. Martin, waren Event und Erlebnis für Garmisch-Partenkirchens Bürger und Gäste. Sogar die Witterung spielte weitestgehend mit.

Ins Bild passte mit Jubel nach jeder Arie, jeder Szene und jedem Duett das Konzertprogramm „Italienische Sommernacht", mit dem der dritte „Tag der Fantasie" zu Ende ging. Es traf absolut den Geschmack des Publikums und passte, schließlich hatte Ende viele Jahre in der Nähe von Rom gelebt, das Land geliebt. Hier waren seine wichtigsten Werke entstanden. Nur wenig beworben, kamen 250 Gäste zum Konzert in den Festsaal Werdenfels. Ohrwürmer von Giuseppe Verdi, Gaetano Donizetti, Giacomo Puccini oder Gioachino Rossini hatten die Münchner Symphoniker und Dirigent Michael Balke mitgebracht. Die italienische Sopranistin Sara Cortolezzis und der türkische Tenor Mert Süngü begeisterten mit wunderschönen Stimmen, meisterten ihre mit Koloraturen und höchsten Tönen gespickten Partien bestens und wurden sensibel von Orchester und Dirigent begleitet. Ihre Begeisterung übertrug sich schnell, und spätestens beim miauend gesungenen „Katzenduett" (Rossini) kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr.

Noch einmal kreativ sein, vielleicht auch das offene Plenum des bekannten Schauspielers Michael Grimm besuchen, der Lokomotive Emma folgen und abends bei „Ophelias Schattentheater" staunen, war am Sonntag angesagt.